Südwestliche Ausläufer des Gebirges “Hissar”

Der Hissar-Gebirgszug ist ein westlicher Ausläufer des Teil des Pamir-Alai-Gebirgssystems und erstreckt sich über 200 km von Tadschikistan bis nach Usbekistan. Der ganzjährig schneebedeckte Harat Sulton an der Grenze zu Tadschikistan ist mit 4.643 m der höchste Punkt Usbekistans. Der Kamm besteht vor allem aus Gesteinen, Schiefern und Sandsteinen. Die Vielfalt von Schluchten, Canyons, grünen Täler und kahlen Gipfel machen den besonderen landschaftlichen Reiz des Hissar aus. Die klimatische Bandbreite und ihre Fauna ist groß: Im unteren Teil der Hänge subtropische Hochgrässer, etwas höher trifft man auf Grassteppen und Baumstrauchvegetation, noch höher subalpine Wiesen, Bergxerophyten (krautige Pflanzenarten von kurzer Lebensdaue) und niedriggrasige Hochgrässer.

Als Ausgangspunkt für ein- und mehrtägige Ausflüge in die Berge und Canyons bietet sich Boyson. Beliebtes Auszugsziel ist Omonxona, eine Heilquelle, die Alexander der Große entdeckt und für seine verwundeten Kämpfer genutzt haben soll.

Eine beliebte Wanderroute ist der Rote Cayon (Kyzyl Kanon) südlich von Boyson, der sich über 35 km erstreckt. Er verdankt seinem Namen seiner roten Färbung wegen hoher Kupferanteile im Gestein.

20 km südlich von Boyson befindet sich die Bergfestung Kurgansol von Alexander dem Großen, die erst 2009 entdeckt wurde.

Der Weg vom antiken Sogdien (4./3. Jahrtausend v. Chr. – 8. Jh. n.Chr.) ins nördlicher gelegene Baktrien führte durch die westlichen Ausläufer des Hissor, den Baisuntau und die dortige Darband-Schlucht mit dem sogenannten Eisentorpass. Im Baisuntau gibt es Höhlen wie die Teshik-Tosh-Höhle mit einzigartigen Felszeichnungen.

Mehrere Gipfel des Baisuntau, bis zu weit über 3.000 m hoch (wie der Xo’ja Buz Barak mit 3.920 m, der Tchal mit 3.586 m, der Xo’ja Gur Gur Ata mit 3.723 m), können ohne alpinistische Ausrüstung bestiegen werden. In der Nähe des Xo’ja Gur Gur Ata befinden sich ein weitverzweigtes Höhlensysteme.